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Mountainbikerin Marion Fromberger ist Deutsche Meisterin

Marion Fromberger sprintet in Hausach zum Deutschen Meistertitel der Mountainbiker. Die Fahrerin vom Aalener Mountainbike Racingteam dominierte dabei das Finale vor Titelverteidigerin Lia Schrievers.

Als dreimalige Weltcupsiegerin und zweite im Gesamtweltcup könnte man meinen, dass eine Deutsche Meisterschaft einen eher geringen Stellenwert besitzt. Doch für Marion Fromberger war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft ein wichtiger Baustein dieser Saison und auch ihrer Karriere, so die 22-Jährige im Interview nach dem Rennen. „Ich war super vorbereitet und dennoch extrem nervös. Es ist nicht einfach, wenn du weisst, jeder erwartet von dir, dass du gewinnst. Ich bin sehr froh, dass ich diesem Druck standhalten konnte und werde das kommende Jahr mein Meistertrikot voller Stolz tragen“, so die neue Deutsche Meisterin. Im Rennen selbst war nicht viel zu sehen von ihrer Nervosität. Auf der Naturstrecke in Hausach dominierte sie das gesamte Rennen hinweg. Schnellste im Zeitfahren und somit Position eins für die Finalläufe, und auch hier konnte sie souverän ihre Überholmanöver platzieren. Auf den letzten 1.000 Metern ließ Fromberger nichts mehr anbrennen und sicherte sich von Beginn an die Spitzenposition vor der Titelverteidigerin Lia Schievers. Diese Strategie basierte vor allem auf der Waldstrecke mit steilen Höhenmetern. Die letzten 400 Meter hatten eine Abfahrt mit verschiedenen Linien und Sprüngen, hier wollte Fromberger nicht eingeklemmt werden. „Ich hatte die Power, ich fühlte mich gut und somit wollte ich da auf Nummer sicher gehen. Ich wusste, wenn ich nach dem Anstieg auf der ersten Position in die Abfahrt einbiege, dann liegt es nur noch an meinen Fähigkeiten und auf diese habe ich vertraut“, so Fromberger zu ihrem Sprintfinale. Auf der Zielgerade war damit das Rennen bereits gelaufen und die neue Deutsche Meisterin konnte ihren Vorsprung sicher mit einem Lächeln im Gesicht über die Ziellinie fahren.


Bei den Herren war es dieses mal nicht Simon Gegenheimer, der im Finale stand. Der Weltcup Gesamtsieger und viermalige Deutsche Meister stand zwar in Hausach mit an der Strecke, verzichtete nach einer Erkältung jedoch auf einen Start. Mit Nils Riecker konnte dennoch auch ein Herrenfahrer des Mountainbike Racingteam um die Medaillen kämpfen. Riecker zeigte ein sehr fokussiertes Rennen und fuhr taktisch klug bis ins Finale der besten vier. Auch hier sah man den Koblenzer stark auf Position drei fahrend. Kurz vor Ende war es dann genau die Situation, welche seine Teamkollegin vermeiden konnte, denn Riecker war im Gerangel etwas irritiert und verlor bei einem Sprung das Gleichgewicht. Das endete bei der Landung auf dem matschigem Boden und letztendlich dem vierten Platz.

Teamchef Steffen Thum ist sehr zufrieden mit seiner Mannschaft: „Es ist toll zu sehen, dass wir selbst wenn Simon krank ist, um jeden Sieg mitkämpfen können. Früher hatten wir starke Leader, inzwischen sind wir ein starkes Team. Physisch sowie mental, denn speziell Marion hatte großen Druck. Platz zwei wäre für uns in diesem Rennen mit ihr als Weltcupsiegerin nicht befriedigend gewesen aber sie hat es bestätigt und wir gehen weiter voran, Schritt für Schritt“, so Steffen Thum, der nach den nationalen Titelkämpfen in Hausach nun einen Meistertitel mehr in seiner Aalener Mannschaft inne hat.

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